Ein häufiges Problem, mit dem Fitnessstudio-Besucher konfrontiert sind, ist die Schwierigkeit, ihre Leistung bei Maschinen- und Kabelübungen nachzuverfolgen – besonders, wenn sie mehrere Studios besuchen und Geräte verschiedener Hersteller nutzen.
Zum Beispiel kannst du an einer Kabelzugmaschine vielleicht nur 22,5 kg (50 lbs) biceps curlen, während du an einer anderen Maschine in einem anderen Studio 35 bis 45 kg (75 bis 100 lbs) schaffst. Es gibt unzählige solcher Beispiele, und wahrscheinlich hast du diese Unterschiede selbst schon bemerkt.
Warum das so ist
Das liegt an der Bauweise der jeweiligen Maschine. Bei Geräten mit Kabelzügen hängt es vor allem von der Anzahl der beweglichen Umlenkrollen (die sich auf und ab bewegen und nicht fest montiert sind) und deren Position ab – das bestimmt das Kabelverhältnis.
Das Kabelverhältnis gibt an, wie viel Gewicht du am Griff tatsächlich spürst im Vergleich zu dem Gewicht, das du am Stapel eingestellt hast.
-
1:1 Kabelverhältnis – Das bedeutet, das eingestellte Gewicht ist auch das Gewicht, das du bewegst*; steckst du den Pin auf 45 kg (100 lbs), hast du auch 45 kg Widerstand.
- 2:1 Kabelverhältnis – Hier ist das eingestellte Gewicht doppelt so hoch wie das tatsächliche Gewicht; steckst du den Pin auf 100 lbs, spürst du 50 lbs Widerstand.
- 4:1 Kabelverhältnis – Das eingestellte Gewicht ist viermal so hoch wie das tatsächliche Gewicht; steckst du den Pin auf 100 lbs, spürst du 25 lbs Widerstand.
Das 1:1-Verhältnis findet man meist bei einfacheren Maschinen mit nur einer Umlenkrolle. Die 2:1- und 4:1-Verhältnisse sind eher bei neueren Geräten mit mehreren Umlenkrollen zu finden. Deshalb fühlt sich das gleiche eingestellte Gewicht je nach Maschine oft ganz unterschiedlich an.
*Hersteller können das Kabelverhältnis berücksichtigen und die Gewichtsangaben entsprechend anpassen. Egal ob 1:1, 2:1 oder 4:1 – du hebst dann das, was du einstellst. Das Problem ist nur: Manche Hersteller passen die Angaben an, andere nicht.
Das Problem:
Es ist schwierig, die eigene Leistung zu verfolgen und zu erkennen, ob man sich wirklich verbessert. Wenn du mit Hevy eine Übung an verschiedenen Maschinen protokollierst, kann dein Fortschrittsdiagramm dadurch unübersichtlich werden.
Außerdem: Wenn du 90 % deiner Workouts in einem Studio und 10 % in einem anderen machst, können die Maschinen im zweiten Studio deine Langzeitdaten für die wichtigsten Übungen verfälschen.
2 empfohlene Lösungen
1. Immer die gleichen Maschinen nutzen
Das Offensichtliche zuerst: So kannst du deine Fortschritte am besten langfristig verfolgen. Wenn du immer denselben Kabelzug oder Latzug verwendest, kannst du deine Entwicklung genauer dokumentieren.
Allerdings bist du damit auf einen Standort beschränkt, was nicht immer möglich ist. Deshalb hier eine Alternative:
2. Eigene Übungen für neue Maschinen anlegen
Angenommen, du trainierst in zwei Studios und machst in beiden sitzende Kabelrudern. Im einen Studio gibt es eine klassische Kabelzugmaschine mit 1:1-Verhältnis, im anderen eine moderne, geschmeidigere Maschine mit mehreren Umlenkrollen und 2:1-Verhältnis.
Protokolliere deine bevorzugte Kabelzug-Variante im einen Studio und lege eine eigene benutzerdefinierte Übung für das zweite Studio an. So kannst du die Übungen getrennt erfassen und hast für jede Maschine konsistente Daten.
Gehe dazu auf Profil > Übungen und suche die Bewegung, die du duplizieren möchtest. Öffne sie und tippe oben rechts auf das Drei-Punkte-Symbol.
Wähle Übung duplizieren und füge im Namen eine Ergänzung hinzu – zum Beispiel den Namen des Studios (z. B. Equinox Gym) oder des Herstellers der Maschine (z. B. Technogym).
Jetzt hast du zwei Versionen derselben Übung, die du in den beiden Studios getrennt protokollieren kannst.